Jugendtreff für Schwule, Lesben, Bi, Trans, ...
Datum / Uhrzeit
Jeden Montag
von 17 bis 21 Uhr
im LSVD
(W.-Rathenau-Str. 31, 39106 Magdeburg; -> Karte)
 
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In / Out - damit bezeichnet man doch Trends... In der Tat! Jeder kennt bestimmt diese In/Out-Listen in Zeitschriften und meistens geht es um Dinge, die "angesagt" oder eben "nicht angesagt" sind. Darunter zählen Mode, Make-up, Schmuck, Sportarten, Internet-Tests, Produkte, usw. Was diese alle gemeinsam haben: Man kann sich aussuchen, ob man sie nutzt und dem Trend folgt, oder nicht.

Bei der sexuellen Orientierung ist dies nicht der Fall. Eines steht fest: Niemand kann sich aussuchen, ob er_sie hetero oder homo ist, auf irgendwelche Fetische steht oder bestimmte Gesichter anziehend findet. Folglich kann man hierauf auch keine Trends aufbauen - das geht genauso wenig mit "hetero ist out" wie auch mit "Schwul ist cool" oder anderen ähnlichen Slogans.

Besonders wichtig an dieser Erkenntnis: Homosexualität kann nicht abfärben! Nur weil jemand etwas zusammen mit schwulen oder lesbischen Freunden unternimmt, wird der_diejenige nicht selbst schwul oder lesbisch. Mit Erziehung hat das ganze auch nichts zu tun (hier mal ein Wink an die Eltern ;). Das gleiche gilt natürlich auch für Bi- oder Transsexualität.

Und wo kommt die sexuelle Orientierung her? Man weiß es nicht genau, aber man schätzt, dass es entweder eine Kombination aus Vererbung und frühen Erlebnissen ist, oder dass die sexuelle Orientierung komplett in den Genen festgeschrieben steht und gemachte Erlebnisse nur beeinflussen, wie man letztendlich damit umgeht. Groß weiter geforscht wird auch nicht, denn warum sollte man? Homosexualität ist genauso normal wie Heterosexualität. Ein "Heilmittel" braucht es nicht, also ist die Forschung danach ebenso überflüssig.
Jugendgruppe ComeIn - das bedeutet:
Freunde finden. Spaß und Unternehmungen. Neue Erfahrungen. Hilfe & Unterstützung. Lecker Abendessen.
Coming Out. Locker plaudern. Hausaufgaben machen. Zeitschriften lesen. Bücher ausleihen. Einfach da sein.
 
News

Nazis bannen und Kegeln gegen Rechts - das war die Meile der Demokratie
Bild: Meile der Demokratie Auf der Meile der Demokratie am 14. Januar auf dem Magdeburger Breiten Weg nisteten wir uns im Stand des LSVD Sachsen-Anhalt, der AIDS-Hilfe Sachsen-Anhalt Nord und des CSD Magdeburg e.V. ein, um uns bekannter zu machen und um zu erfahren, was die Leute von unserer Plakatkampagne halten. Nachdem uns anfangs das Zelt mehrfach fast weggeflogen ist, machten sich Robert und Andreas auf den Weg, die Leute zu befragen. Heraus kamen interessante, erwartete, überraschende und auch lustige Statements.

Unsere beiden Interviewer schienen bei ihrer Tour viel Spaß zu haben und erlebten noch mehr. Laufend sahen sie sich mit Äpfeln konfrontiert, schlossen Bekanntschaft mit einem komplett pinken Schal und an einem Stand wurden sie prompt dazu eingeladen, spielerisch Nazis zu bannen (mit so genannten Bannringen, die zielgenau geworfen werden mussten) und gegen Rechts zu kegeln. Die quaderförmigen Kegel erwiesen sich jedoch als hartnäckig (wie Nazis halt so sind). Der Ball hatte lustige Sprungeigenschaften und landete natürlich im Rosenbusch. Aua.

Dann war da noch die Frau mit einem Lautsprecher in ihrer Handtasche und eine Ampel, die immer wieder auf rot geschaltet hat, wenn die beiden über die Straße wollten. Von der Nazidemo, die in der Nordhälfte der Stadt und über den Uniplatz verlief, haben sie auf der Meile allerdings nicht viel mitbekommen. Das große Polizeiaufgebot am Uniplatz beeindruckte aber und in den LSVD, der ja direkt am Platz liegt, kam man, wenn überhaupt, nur über Umwege.

Aber warum fand nun die Meile der Demokratie statt und warum kamen über 1.000 Nazis nach Magdeburg?
Im zweiten Weltkrieg, genauer gesagt am 16.01.1945 wurde die Stadt Magdeburg von Alliierten in Schutt und Asche gelegt. Diesen Trauertag nutzen Nazis aus, um mit Demonstrationen für ihre Ideologie zu werben. Doch es gibt Gegenbewegungen: Die Meile der Demokratie fand dieses Jahr schon zum 4. Mal statt und blockiert den Breiten Weg, sodass die Nazis nicht durch die Innenstadt laufen können. Hier wird also ein Zeichen für Demokratie gesetzt und für ein tolerantes Miteinander - für eine Atmosphäre, wie wir sie auch für uns brauchen, denn in den Konzentrationslagern der Nazis wurden damals tausende homosexueller Männer hingerichtet.

Hier ist das Resultat der Interviews:
HiO-MdD-Interviews by liontraffic

Damit ist die Frageaktion noch lange nicht abgeschlossen. Eure Meinung interessiert uns auch. Was ging euch durch den Kopf, als ihr unser Plakat oder dessen Sogan das erste Mal gesehen habt? Schreibt uns eine Mail, einen Beitrag auf Facebook oder einen Gästebucheintrag.


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